HAZ 10.11.2004

Bild 1: Die Hände zum Himmel: Die Tage im Hildesheimer Olympia-Camp auf der Jo-Wiese begannen jeden Morgen mit einem flotten Aufwärmprogramm. Wie man sieht, waren die Kinder und Jugendlichen mit Elan bei der Sache.

Bild 2: Blumen für die Macher: Jo-Bad-Betriebsleiter Wilhelm Jahn, Frank Wodsack und Claudia Leyder vom Verein Olympia 2004 sowie Sportwelt-Chef Knut Bettels und Aktionskünstler Enrico Garbelmann (von links) feiern mit den Teilnehmern einen gelungenen Abschluss des Camps.

Fotos: Berner

Verein Olympia 2004 bringt in Bewegung

Das Sport-Camp kommt an, weil alle Beteiligten an einem Strang ziehen

(tbr). Nicht reden, sondern handeln – das haben sich die Gründer des Vereins Olympia 2004 auf die Fahnen geschrieben. Vorsitzende Claudia Leyder und ihre Mitstreiter haben binnen kürzester Zeit einiges bewegt – und das im wahrsten Sinne.

Vor allem das Olympia-Camp, welches in diesem Sommer zum zweiten Mal im Freibad Jo-Wiese über die Bühne ging, schlug auf Anhieb gut ein. Nahmen bei der Premiere im vergangenen Jahr noch 120 Kinder und Jugendliche teil, so waren es diesmal bereits 280. Die Anzahl der Sportarten wurde von vier auf zehn aufgestockt.

Das Ziel liegt auf der Hand: Junge Menschen sollen den Spaß an Sport und Bewegung entdecken. Und die Organisatoren schlagen gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Denn durch das Camp werden Vereine sowie prominente Sportler aus der Region und der Wirtschaft gemeinsam ins Boot geholt. Die Sponsoren finden sich beispielsweise auf den Camp-Shirts wieder.

„Wir wollen ein Netzwerk knüpfen“, erklärt stellvertretender Vereinsvorsitzender Frank Wodsack. Das Camp sei auch eine Kommunikationsbörse. Schwimm-Landestrainer Reiner Tylinski findet die Idee „einfach genial“: „Da gründen einige wenige engagierte Menschen einen kleinen Verein und erzielen damit eine so große Wirkung.“

Tylinski glaubt, dass das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht ist. Er ist überzeugt: „Die Veranstaltung wird weiter wachsen, das Gelände im Jo-Bad ist geradezu prädestiniert für solche Events.“

Gleichwohl erfordert die Organisation des Olympia-Camps einen erheblichen ehrenamtlichen Aufwand. Anmeldungen müssen bearbeitet, Ausweise erstellt, große Zelte besorgt und aufgebaut werden. Etliche Gespräche mit den Vereinen sind notwendig, die wiederum ihre Trainer und Mitarbeiter ehrenamtlich zur Verfügung stellen. Eine weitere Aufgabe ist die Sponsoren-Akquirierung. Denn nur von den Teilnehmergebühren allein lässt sich die fünftägige Veranstaltung nicht finanzieren. Und natürlich wollen die Teilnehmer auch betreut und verpflegt werden.

Aber Claudia Leyder ist vor der neuerlichen Herausforderung nicht bange: Das Olympia-Camp soll eine regelmäßigen Veranstaltung werden. Einer Neuauflage im nächsten Jahr steht wohl nichts im Wege. Keine Frage: Das Camp ist Beweis, dass wirklich viel bewegt werden kann, wenn sich Menschen zusammenfinden, die für ein gemeinsames Ziel an einem Strang ziehen.

(c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung
Hildesheimer Allgemeine Zeitung 8. August 2004

 

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