HAZ 16.08.2004

Bericht aus der „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“
Olympisches Feuer in Hildesheim

Olympisches Feuer in Hildesheim

Mit einer stimmungsvollen Party feiern Kinder und Eltern den Abschluss des Olympia-Camps im Jo-Bad

(tbr) In Athen lodert seit Freitagabend das olympische Feuer. Auch die Teilnehmer des Hildesheimer Olympia-Camps waren Feuer und Flamme. Sie feierten ein stimmungsvolles Abschlussfest im Jo-Bad.

Während im fernen Athen die Athleten ins Stadion einmarschierten, entzündeten 288 Kinder und Jugendliche auf der Jo-Wiese ihre Fackeln. Am Ende des Zuges entstanden aus den brennenden Fackeln die olympischen Ringe. Die zuschauenden Eltern zelebrierten La-Ola-Wellen, während die olympische Eröffnungszeremonie aus Athen über die große Leinwand flimmerte. So ging das 2. Hildesheimer Olympia-Camp stilecht zu Ende.

Schwimm-Landestrainer Reiner Tylinski ließ sich von der romantischen Atmosphäre mitreißen: „Das Live-Erlebnis ist immer besser als Bilder im Fernsehen“, meinte er. Er selbst hat olympische Eröffnungsfeiern bereits zweimal miterlebt. 1992 und 1996 hatte er den Schwimmer Jörg Lindemeier in Barcelona und Atlanta begleitet. „Erlebnisse, die man mit Worten nicht beschreiben kann“, schwärmt Tylinski noch heute.

In Athen ist er nicht dabei, drückt seiner Schwimmerin Sara Harstick von zu Hause aus die Daumen. „Was können wir von ihr erwarten?“, fragte Moderator Roman Mölling den Coach. Tylinski hielt sich bedeckt: „Sie kann für Überraschungen sorgen, alles hängt von der Tagesform ab.“

Gebannt verfolgten die Besucher im Jo-Bad zunächst eine Darbietung der Hildesheimer Kung-Fu-Schule „Farih-Gym“. Danach richteten sich die Blicke auf die Leinwand. Ausgerechnet beim Einmarsch der deutschen Mannschaft fiel das Bild aus – hoffentlich kein schlechtes Omen. Die Hildesheimer ließen sich die Stimmung nicht vermiesen und feierten ihr eigenes Olympiafest. Blumen und Beifall gab es für Claudia Leyder und Frank Wodsack, die Vorsitzenden des Vereins „Olympia 2004“ und Initiatoren des Camps. Fünf Tage lang hatten die Kinder in zehn Sportarten ihre Freude an der Bewegung entdeckt.

„Ich bin einfach nur glücklich“, bilanzierte Claudia Leyder das Event. Und bedankte sich bei den vielen Helfern aus Hildesheimer Vereinen und der Geschäftswelt, die mit ihrer Unterstützung zum Gelingen beigetragen hätten. Darunter viele Menschen, die wegen des Camps ihre Existenzgrundlagen über mehrere Tage vernachlässigt hätten, bemerkte Wodsack. Reiner Tylinski, Mitstreiter beim Verein „Olympia 2004“, blickte bereits voraus: Das Camp soll es auch im nächsten Jahr geben, dann nach Möglichkeit noch größer und attraktiver: „Wir peilen 500 Teilnehmer an.“ Weitere Sportarten sollen ins Programm aufgenommen werden: „Golf und Boxen kann ich mir gut vorstellen“, meinte Tylinski. Neben dem Breitensport will der Verein auch Spitzensportler aus der Region weiter fördern. Tylinski: „Wir wollen so viele Menschen wie möglich ins olympische Boot holen.“

(c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung
Hildesheimer Allgemeine Zeitung 8. August 2004

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