„Hildesheimer Allgemeine Zeitung“ 2003

Bericht uas der „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“  2003

Eine olympische Bewegung in Hildesheim

Verein „Olympia 2004“ ruft Camp für Kinder und Jugendliche ins Leben.

Hildesheim (tbr). Noch etwas mehr als ein Jahr – dann steigen in Athen die olympischen Sommerspiele. Die Hildesheimer brauchen nicht so lange zu warten. Im Freibad Jowiese findet vom 12. bis 16. August das 1. Olympia-Camp statt.

Geboren wurde die Idee vom Verein „Olympia 2004“, der Leistungssportler aus der Region auf ihrem Weg nach Griechenland unterstützen und fördern möchte. Derzeit sind dies Schwimmerin Sara Harstick und Beachvolleyballer David Klemperer.

Das Sportcamp soll aber ganz im Zeichen von Spiel, Spaß und Breitensport stehen. Mitmachen können Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 15 Jahren. Angeboten werden vier Sportarten (Fußball, Handball, Schwimmen, Beachvolleyball). Pro Sportart können maximal 30 Aktive teilnehmen. Die Gebühr für alle vier Tage beträgt 89 Euro.

Der olympische Tagesablauf sieht wie folgt aus: 8 Uhr Lauftraining und Stretching, 8.30 Uhr Frühstück, 9.30 Uhr 1. Trainingseinheit in der jeweiligen Sportart), 12 Uhr Mittagessen, 14 Uhr: 2. Trainingseinheit, 15.30 Uhr Pause, 16.30 Uhr Funsport, 18 Uhr Ende.

Im Angebot enthalten sind außerdem Getränke, zwei T-Shirts mit Käppi, Tests, Leistungsdiagnostik, Trainingsgeräte, Schwimmmöglichkeit in den Pausenzeiten und ein Rahmenprogramm. Als sportlicher Höhepunkt finden am Sonnabend ein Abschlussturnier (10 bis 12 Uhr) und ein Promi-Turnier (15 bis 17 Uhr) statt. Und am Ende einer ereignisreichen Woche steigt die „Olympische Nacht“.

Etwas zu gewinnen gibt es natürlich auch. Für die Zeit des Camps wird ein Fairnesspreis ausgeschrieben. Der Preis wird aber noch nicht verraten.

„Unterstützt wird die Veranstaltung von den Vereinen SG Hildesheim, TSV Giesen, MTV 48 Hildesheim, Eintracht Hildesheim und der Fußballschule Hilsoccer, die die Trainer für die Sportarten zur Verfügung stellen.

„Wir möchten die Kinder in Hildesheim und Umgebung einfach dazu motivieren, sich zu bewegen und eine Sportart auszuprobieren“, erklärt Claudia Leyder, Vorsitzende des Vereins „Olympia 2004“. „Außerdem wollen wir den Jugendlichen ein Gemeinschaftsgefühl vermitteln. Dazu wird im Freibad ein olympisches Dorf aufgebaut. Übernachtet wird dort aber nicht.

Die Kosten des Events bewegen sich im unteren fünfstelligen Euro-Bereich. Sie sollen über Sponsoren und die Teilnahmegebühren abgedeckt werden. Bleibt etwas übrig, dann soll das Geld den Jugendabteilungen der teilnehmenden Vereine gespendet werden.

Bei der Anmeldung sind HAZ-Leser im Vorteil. Der Ausgabe am kommenden Montag liegt ein Flyer mit Anmeldeformular bei. Weitere Informationen erteilt Thomas Gritzka vom MTV 48 Hildesheim unter Telefon 0 51 21/ 13 91 99. Anmeldeschluss ist der 4. August.

Mit von der Partie ist auch der Hildesheimer Künstler Enrico Garbelmann. Er will mit den jungen Sportlern ein olympisches Kunstwerk entwerfen. Zudem plant der 32-Jährige eine weitere Aktion. Er will es schaffen, dass sich sämtliche Sportler der deutschen Olympia-Mannschaft 2004 mit ihrem Handabdruck auf einer Glasscheibe verewigen. Aus den Abdrücken sollen die olympischen Ringe entstehen. „Damit soll der olympische Gedanke der Gemeinsamkeit symbolisiert werden“, betont Garbelmann. Wenn das Vorhaben wirklich gelingt, dann strebt der Künstler eine bundesweite Aktion zugunsten des Vereins „Olympia 2004“ an.

Das Hildesheimer Camp soll keine einmalige Sache bleiben. Im Olympia-Jahr will man die Veranstaltung ausweiten. Dann sollen zehn Sportarten angeboten werden. Mitinitiator und Schwimm-Landestrainer Reiner Tylinski verfolgt ehrgeizige Pläne: „Eine olympische Bewegung in Hildesheim – das ist unser Ziel.“
(c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung

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